"Lernen mit Kopf, Herz und Hand!"

Ein Bericht von Christiane Eckert

Pestalozzis Bildungsprinzip hat im schulischen Alltag an Aktualität nicht verloren. Ganz unter diesem Motto stand daher das Seminarwochenende der Referendarinnen und Referendare des Sozialpädagogikseminars aus Neustadt und des Religionsseminars aus Straubing im Kloster Ensdorf. Zusammen mit den Seminarleitern Frau Kusche und Herrn Adam wurde das Lernen mit Kopf, Herz und Hand erst einmal erprobt, um es dann gewinnbringend im eigenen Unterricht umzusetzen.




Beschwingt durch "Glenn Millers Stuhl", bei dem wir uns an imaginären Musikinstrumenten ausprobieren konnten, starteten Frau Kusche und Herr Adam mit uns in den ersten Teil des Wochenendes. Dieser stand ganz unter dem Motto: "In Bewegung bleiben". Denn: Bewegungs- als auch Entspannungspausen fördern die Konzentration, bauen Stress ab und verbessern das Lern- und Arbeitsklima. Kurz und gut: Sie tragen zum Wohlbefinden der Schüler bei. Und wem es gut geht, der lernt besser! Mit dem nötigen wissenschaftlichen Hintergrundwissen zu Bewegungsübungen konnten wir uns in verschiedenen Bewegungsspielen sogleich selbst von der positiven Wirkung überzeugen. Nebenbei erfuhren wir einen weiteren Pluspunkt des Spiels im Unterricht: Jede Menge Spaß und die Förderung sozialer Kontakte!

Der zweite Seminartag galt dem Hauptthema des Seminars, dem szenischen Spiel im Unterricht. Dazu konnten wir von dem großen Erfahrungsschatz des Gymnasiallehrers Herrn Hans Jürgen Weng vom Comenius Gymnasium Deggendorf profitieren, der als Referent eingeladen wurde.

Das szenische Spiel bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten, problematische oder widersprüchliche Handlungssituationen spielerisch zu erfahren. Im Vordergrund dabei stehen das Erleben und Fühlen der Lernenden. An diesem Wochenende wurden wir selbst zu Lernenden und konnten in Standbildern unsere Wirkung als Lehrerpersönlichkeit erproben sowie uns in die Charaktere einer Karikatur hineinversetzen, indem wir eine Rollenbiografie schrieben oder ganz neue Erfahrungen im Schattenspiel machten. Aber auch literarische oder wissenschaftliche Texte müssen nicht öde sein. Szenisch aufbereitet werden sie mit Leben gefüllt und für die Lernenden erfahrbar - und zwar mit Kopf, Herz und Hand!

Beim Lernen mit allen Sinnen, mit Kopf, Herz und Hand, dürfen auch das leibliche Wohl und die sozialen Kontakte nicht zu kurz kommen. Dafür sorgte ein "herzlicher" Abend im "Stüberl" des Klosters, der Gelegenheit zum geselligen Austausch und Lachen bot. Der Erfolg des Seminarwochenendes ist bereits zu sehen: Die ersten szenischen Spiele wurden von uns mit Erfolg in unseren Klassen eingesetzt. Und auch in Zukunft wird das Motto "Lernen mir Kopf, Herz und Hand" seinen Stellenwert in unserem Berufsalltag haben.


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