Das Szenische Spiel im Unterricht


Wir hören nicht auf zu spielen, weil wir alt werden.
Wir werden alt, weil wir aufhören zu spielen.“

(Helen Hayes)


Getreu diesem Gedanken machten sich die sechs Studienreferendarinnen und Studienreferendare
mit der Fachrichtung Sozialpädagogik, welche derzeit  ihr erstes Dienstjahr am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum in Neustadt an der Waldnaab verbringen,  gemeinsam mit ihrer Seminarlehrkraft StDin
Elke Kusche am 20. Januar auf den Weg nach „Haus Werdenfels“ nahe Regensburg.

Dort sollten die kommenden eineinhalb Tage, gemeinsam mit Kollegen aus dem niederbayerischen
Raum und dem Unterrichtsfach Religion, ganz unter dem Motto des Spiels und seiner Anwendungs-
möglichkeiten im Unterricht, sowie im schulischen Kontext stehen. So fand bereits am ersten Abend
nach dem Bezug der Zimmer und einer kurzen Stärkung die erste Kennenlern- wie auch Arbeitsphase
statt. In dieser wurden die insgesamt 14 jungen Lehrkräfte von Frau Kusche sowie Herrn OStR Adam,
dem Seminarlehrer für Religion, gelungen durch den Abend geführt. Den Studienreferendaren wurden
zahlreiche Spiele und Aktivierungsübungen für den schulischen Alltag vorgestellt, die dann auch gleich
eigenständig ausprobiert werden konnten. Die Möglichkeiten zur Reflexion und für eigenes kritisches
Nachdenken kamen hierbei ebenfalls nicht zu kurz.


Im Anschluss an diese erste Einheit traf man sich im „Bierstüberl“ des Tagungsortes, wo gemein-
sam noch bis spät in die Nacht gesprochen, gelacht und diskutiert wurde. So zeigte sich bereits
hier deutlich: Gemeinsames Spielen kann auch den Team- und Gruppengeist beflügeln.

Am Folgetag stand dann ein Besuch durch Herrn OStR Weng, einem Gymnasiallehrer aus Deggen-
dorf, auf dem Programm. Dieser führte die Referendare anhand zahlreicher Umsetzungsbeispiele in
die Grundlagen des "Szenischen Spiels" ein und zeigte dabei Möglichkeiten auf, Texte und Gedichte
mit Leben zu füllen. Weiter aufgelockert wurden diese Arbeitsphasen durch zahlreiche Aktivierungs-
übungen und Spiele, die auch im täglichen Unterrichtsgeschehen Anwendung finden können. Be-
sondere Höhepunkte stellten für die jungen Lehrer an diesem Tag sicherlich der Bau von Standbild-
ern und die Gestaltung von Schattenspielen dar.


So erlebten die Teilnehmer der Veranstaltung einen kurzweiligen Samstag mit Herrn Weng, in dessen
Anschluss eine gemeinsame Reflexionsrunde mit Frau Kusche und Herrn Adam stattfand. Hier bestand
Einigkeit darin, dass die Referendare auf ein intensives und interessantes Seminar zurückblicken können,
in welchem sie zahlreiche wertvolle Impulse für ihr weiteres berufliches Wirken erhielten. Die gelungene
Veranstaltung wurde danach bei einer gemütlichen Tasse Kaffee beschlossen.

(Stephan Kleffel)

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