Ablauf und Organisation des Referendariats

Nach dem Masterabschluss an der Universität endet die Ausbildung angehender Lehrer noch lange nicht. Während die meisten Absolventen nach der universitären Ausbildung anfangen zu arbeiten und richtig Geld verdienen, heißt es für fertige Lehramtsstudenten auf ins Referendariat, den zweiten Abschnitt der Lehrerausbildung. Diese zweite Phase dauert weitere zwei Jahre und unterteilt sich in einen ersten und einen zweiten Ausbildungsabschnitt.

Der erste Ausbildungsabschnitt findet an einer speziell eingerichteten Seminarschule statt und hat zum Ziel, die Studienreferendare in die Schulpraxis einzuführen und sie in ihren Fachrichtungen und Fächern (Deutsch oder Religion) methodisch und unterrichtspraktisch anzuleiten. Das BSZ in Neustadt/WN ist Seminarschule für die Fachrichtung Sozialpädagogik. Die Ausbildung wird hier von StDin Elke Kusche angeleitet, betreut und organisiert.

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Blick in den Seminarraum
 
Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase mit Hörstunden und Hospitationen in den entsprechenden Fächern, beginnen die Referendare spätestens in der Zeit um die Herbstferien mit den ersten eigenen Unterrichtsstunden. In der Regel übernehmen die Referendare zunächst 6 Stunden pro Woche zusammenhängenden Unterricht und hospitieren weitere 4 Stunden bei Kollegen. Weiterhin stehen Hauptseminarsitzungen bzw. -module, Module zur Vertiefung der Berufssprache Deutsch und Zweitfachsitzungen sowie die Fachsitzungen bei StDin Frau Kusche auf dem Stundenplan der Referendare.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Blick in den benachbarten Seminarraum


Der Unterricht in den Fächern der beruflichen Fachrichtung erfolgt an der Seminarschule selbst. Um die Praxiserfahrung zu verbessern, wird im Zweitfach der Einsatz an einer anderen Schulart angestrebt. Die Referendare der Seminarschule Neustadt/WN werden im Zweitfach überwiegend an folgenden Schulen eingesetzt:

Haupteinsatz- und Ausbildungsort ist jedoch die Seminarschule in Neustadt/WN selbst.

Nach Abschluss des ersten Ausbildungsabschnittes kommt die Zuweisung an die Einsatzschule. Hier erwarten die Referendarinnen und Referendare bis zu 17 Unterrichtsstunden, wieder Hör- und Hospitationsstunden und weitere Seminarveranstaltungen. In diesem Jahr finden auch das Kolloquium, die Hausarbeit und die mündliche Prüfung statt, die schließlich das Referendariat abschließen.

Insgesamt hält die Referendarin bzw. der Referendar drei Prüfungslehrproben ab (zwei davon im ersten Jahr [einstündig], die dritte im zweiten Ausbildungsabschnitt [zweistündig]).

Was genau lernen die Referendare in Neustadt?
In den Fachsitzungen von Frau Kusche werden u.a. folgende thematische Schwerpunkte behandelt (Auszug aus dem Rahmenlehrplan für das Lehramt an beruflichen Schulen, Fachrichtung Sozialpädagogik):

  • Rechtliche, personelle, materielle und organisatorische Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen an der Seminarschule
  • Lehrerrolle-Schülerrolle
  • Fächerkanon Sozialpädagogik
  • Unterrichtsplanung und Unterrichtsvorbereitung
  • Methoden und Medien sozialpädagogischen Unterrichtens
  • Unterrichtsdurchführung
  • Reflexion von Unterricht
  • Die Bedeutung des Erziehungsauftrags im sozialpädagogischen Unterricht
  • Lernzielkontrolle und Leistungsbewertung
  • Schulverwaltung

Wöchentlich sind etwa vier Seminarstunden vorgesehen, in denen diese Inhalte behandelt und erörtert werden. Neben der Vermittlung der Inhalte bietet das Seminar Sozialpädagogik auch Gelegenheit, die eigenen gehaltenen Stunden zu reflektieren, Meinungen und Feedback vom Seminarlehrer zu erhalten und durch den Austausch von anderen Referendaren zu profitieren.

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