Am 10.07.2015 fand am Berufsschulzentrum Neustadt an der Waldnaab das Kooperationstreffen zwischen dem Berufsschulzentrum Regensburg und der Hofer Fachoberschule/Berufsoberschule statt.

Diese Vernetzung wird von den drei Seminarlehrern, Frau Kusche, Frau Tretter und Herrn Troidl seit Jahren gepflegt. Der zentrale Diskussionspunkt lag auf der Leistungsbewertung sowie Leistungsbeurteilung im Fach Pädagogik/Psychologie.

Zu Beginn legte Frau Tretter verpflichtende Vorgaben dar, welche für das Unterrichten, Korrigieren und Bewerten im Fach Pädagogik/Psychologie an der Beruflichen Oberschule Bayern üblich sind. Hier reichen Bewertungseinheiten zur Verdeutlichung des Wissens- und Leistungsstandes wie auch zur Begründung der erteilten Note nicht aus. Daher sind ausführliche Korrekturbemerkungen erforderlich. Am Ende einer Schulaufgabe und am Ende einer schriftlichen Abschlussprüfung ist eine zusammenfassende Würdigung der Gesamtleistung unverzichtbar. Im Zuge dessen stellte sie einen gängigen Bewertungsbogen für die Leistungsnachweise vor und veranschaulichte diesen am praktischen Beispiel der aktuellen Abschlussprüfung.

Frau Kusche ging auf die strukturellen Voraussetzungen des kompetenzorientierten Lehrplanes der Fachakademie ein und gab einen Einblick über die zu erbringenden Leistungsnachweise. Ferner stellte Frau Kusche das gängige Bewertungsschema für die Abschlussprüfung im Fach Pädagogik/Psychologie/Heilpädagogik vor und verdeutlichte es anhand der aktuellen Abschlussprüfung.

Im Anschluss verdeutlichte Herr Troidl die starke Vernetzung von Theorie und Praxis an Berufsfachschulen. Das berufliche Handeln steht im Mittelpunkt der Ausbildung und dementsprechend gliedert sich die Abschlussprüfung in Reproduktions- und Analysefragen, Fragen nach Handlungskonzepten sowie in Fragen nach einer individuellen Meinungsbildung. Dies wurde durch einen Blick auf die aktuelle Abschlussprüfung der Berufsfachschule für Kinderpflege verdeutlicht.

Abschließend bereiteten die Referendare aus Regensburg eine Lernsituation dar und anhand dessen wurden klassische und spezielle Handlungsprodukte vorgestellt und diskutiert.

Die erarbeiteten Ergebnisse wurden bei einem gemeinsamen Mittagessen mit Zoigl reflektiert.

Rückblickend war es ein informativer und kooperativer Austausch, der einen Einblick in die drei verschiedenen Schularten ermöglichte. Zwar handelt es sich um unterschiedliche Schulsysteme mit eigenen Herausforderungen und Zielsetzungen, doch liegt der gemeinsame Fokus im Schülerbezug und in der Handlungsorientierung.

Linda Reisinger

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