Während der Ausbildung am BSZ Neustadt an der Waldnaab hatte Matthias Elsner sich entschieden, für drei Wochen nach Wien zu gehen, um ein wenig Auslands- und Praxiserfahrung zu sammeln. Ein Schritt mit weitreichenden Folgen ...

Bereits vor Ort konnte Matthias durch seine offene Art und das pädagogische Know-How überzeugen. Es gefiel ihm so gut, dass er mit unserem Kooperationspartner dem Institut Keil in Wien vereinbarte, ein 12-monatiges Auslandspraktikum zu absolvieren und somit weitreichende Praxiserfahrungen zu sammeln.

Seit September 2021 arbeitet Matthias in Wien.

 

In seinem Blog schildert er uns seine Erfahrungen und Erlebnisse.

 

5. Monat: Januar 2022

Im Januar kam eine Fachkraft aus der Elternzeit zurück. Sie bereichert durch ihre Erfahrung im Bereich der Heilpädagogik unser Team. In der Vergangenheit arbeitete sie überwiegend mit Autisten. Sie verfügt über eine Ausbildung im Kommunikationsmodell „PECS“. „PECS“ heißt „Picture Exchange Communication System“ und ist eine aus der USA stammende bildgestützte Kommunikationshilfe und wurde für autistische Kinder entwickelt. Die Kinder können mit Hilfe von Bildkarten Tagesabläufe bestimmen, zwischen zwei Dingen entscheiden oder ganzen Sätze bilden. Das Erlernen von PECS bietet unseren Kindern neue Möglichkeiten der Kommunikation. Ich bin in einer Gruppe mit mehrfachbehinderten Kindern, einige von ihnen zeigen aber auch autistische Züge und sind kognitiv soweit entwickelt, dass sie die PECS Kommunikation erlernen können.  Wir arbeiten am Anfang viel mit Konditionierung, da die Kinder erst die Karten und deren Bedeutung begreifen müssen. Die Lernfortschritte sind auch nur sehr klein. Einzelne Schritte müssen häufig wiederholt werden.

Wie schon im Dezember blieb auch im Januar der Schnee unser Gruppenthema.  Wir versuchten Schnee auf verschiedene Arten hörbar zu machen. Zum Beispiel das Knirschen, wenn man über eine frische Schneedecke geht. Das leise Rascheln, wenn der Schnee von den Wolken auf die Erde fällt oder das Kinderlachen beim Spielen im Schnee. Außerdem spielten wir zum Schnee passende Musik und hörten verschiedene Klanggeschichten. Den Tastsinn regten wir durch passende taktile Materialien an, die an Schnee erinnern.

Außerdem gestalteten wir mit den Kindern zum Thema Schnee Herzen aus Salzteig. Ich ließ die Kinder dabei mit den Zutaten experimentieren, sodass alle Sinne angesprochen und gefördert wurden. Nach dem Kneten gaben wir noch blaue Farbe in den Salzteig. Dadurch sah die Masse fast aus wie Schnee und die Kinder konnten den Zusammenhang zu unserem Winterthema herstellen. Am nächsten Tag rollten wir den Teig aus und stachen Herzen aus. Dies schult die Kinder in ihrer Feinmotorik. Zum Schluss wurden die Schneeherzen in die Küche gebracht und im Ofen gebacken, sodass sie trocknen konnten. In verschiedenen Erlebnisgeschichten lernten die Kinder unterschiedliche Tiere kennen, die im Schnee leben. Wir erfuhren dabei, wie die Tiere sich anhören und anfühlen. Einige Bewegungen der Tiere versuchten wir nachzuahmen.

In der dritten Januarwoche richtete ich als zusätzliches Freizeitangebot ein Bällebad für die Kinder ein. Es fördert die Motorik, den Gleichgewichtssinn und die Kreativität der Kinder. Gleichzeitig schult es mehrere Sinne. Dazu gehören zum Beispiel die Körperwahrnehmung, die Tiefensensibilität und das Berührungsempfinden der Kinder. Aufgrund dieser vielseitigen Wirkung wird das Bällebad auch von unserer Physiotherapeutin als eine Methode ihrer Therapie eingesetzt.

Aufgrund des schlechten Wetters im Januar haben wir viele Aktivitäten auf den Gang verlegt. Dort baute ich einen Parcours für meine Gruppe und die Integrationsgruppe auf. Hier konnten sie sich mit Fahrrädern, Fahrzeugen oder Gehhilfen fortbewegen oder Unfall mit Sanitäter und Rettung spielen.

Im Rahmen meiner Facharbeit gestaltete ich eine Ecke in unserem Gruppenraum als Snoezelen-Bereich um. Diese Ecke soll unseren Kindern einen Aufenthalt in gemütlicher, ruhiger und reizarmer Atmosphäre bieten. Die Kinder nehmen mein Angebot bereits gut an und zeigen selbständig Interesse an den unterschiedlichen Wahrnehmungsmaterialien.

 

 

4. Monat: Dezember 2021 - Advent

Im Dezember bereiteten sich alle Gruppen auf das Weihnachtsfest vor. So schmückten wir gemeinsam mit den Kindern den Gruppenraum winterlich und gestalteten einen Adventskranz. Das Leitthema im Dezember war in unserer Gruppe „Schnee“. Wir bastelten Schneeflocken und lernten die Eigenschaften von Schnee kennen. Die Kinder konnten draußen den Schnee mit allen Sinnen erleben und hatten große Freude am Fühlen von Kälte. Wir sangen passende Schneelieder und hörten eine Klanggeschichte über den Schnee. Idealerweise hat es in der ersten Dezemberwoche zu unserer Freude viel geschneit. Wir nutzten die Gelegenheit und spielten auf der Dachterrasse. Gemeinsam mit den Kindern der Integrationsgruppen bauten wir einen großen Schneemann. Aus der Küche holten wir eine Karotte für die Nase und nahmen Kastanien für die Augen, den Mund und die Knöpfe. Unser Schneemann bekam auch einen Gürtel, als Hut setzten wir ihm eine Nikolausmütze auf. Für die Arme steckten wir einen Rechen und einen Besen in den Schneemann. Wir nutzen die restliche Woche, um auf der Dachterrasse mit dem Schnee zu spielen. Leider schmolz er in der nächsten Woche schon wieder.

Für den Nikolaustag bedruckte jedes Kind ein Säckchen für den Nikolaus. Es wurden braune Papiertüten mit zwei Handabdrücken so gestaltet, dass am Ende ein Nikolausgesicht zu erkennen war. Wir unterstützten die Kinder beim Bemalen der Hände. Die eine Hand bemalten wir rot und die andere Hand weiß. Die Rote wurde nach oben auf das Papiersäcken gedrückt und die andere nach unten, sodass die Mitra-Mütze und der Bart zu erkennen war. Zum Schluss wurde noch der Kopf mit einem Kreuz und einem Gesicht bemalt. Dazu lernten die Kinder zwei Lieder für den Nikolausbesuch. Am 6. Dezember bekamen wir Besuch vom Nikolaus persönlich. Er erzählte den Kindern aus seinem goldenen Buch, welche große Fortschritte sie gemacht haben und dass sie wichtig für unsere Gruppe sind. Im Anschluss bekam jedes Kind sein Säckchen vom Nikolaus und wir sangen gemeinsam mit ihm unsere Lieder und feierten den Nikolaustag. Zum Abschluss verabschiedete sich jedes Kind vom Nikolaus und er musste wieder weiterziehen.

In der zweiten Woche bastelten wir Schneemanngesichter aus Papptellern und Papier für unsere Gruppe. Dazu lernten wir zuerst unser umgedichtetes Lied „Schneeglöckchen Buntröckchen“ kennen und bastelten viele bunte Schneeflocken aus PlayMais. Dabei wurde die Feinmotorik der Kinder gestärkt und die Fähigkeit der geplanten Bewegungsabläufe kognitiv geschult. In den therapeutischen Aktivitäten wurde das Thema immer wieder aufgegriffen. Diese wiederkehrenden kognitiven Anreize halfen den Kindern bei den Abläufen der Aktivitäten.

Am Ende der Woche führte ich ein Experiment mit den Kindern durch. Die Forscherfrage war, wie können wir den Schnee bunt färben. Da der ganze Schnee schon geschmolzen war, nutze ich als Ersatz den Frost aus dem Gefrierschrank. Ich bereitete Fingerfarbe, Pipetten und Schüttgefäße vor. Die Kinder hatten die Möglichkeit erst mit der Fingerfarbe und dem „Schnee“ zu spielen, um experimentell die Eigenschaften der Materialien herauszufinden. Einige Kinder konnten aktiv mit Hilfe der Pipetten den Schnee einfärben und die Veränderungen der Farbe beobachten. Die anderen Kinder blieben aufgrund ihrer basalen Beeinträchtigungen passiv. Zusammen mit den Kolleginnen meiner Gruppe unterstützte ich jedes Kind individuell bei seinen Tätigkeiten.

In der dritten Woche feierten wir den 4. Geburtstag eines Kindes meiner Gruppe. Die Mutter hat Pudding und einen Kuchen für alle Kinder mitgebracht. Wir sangen ein Lied für ihn und er durfte viermal auf einen Hocker steigen und wieder herunter hüpfen.

Für Weihnachten gestalteten die Kinder eine Christbaumkugel mit Hilfe der Murmeltechnik. Die Kinder sollten die Murmel in unterschiedliche Farben tauchen und sie anschließend in eine durchsichtige Kunststoff-Christbaumkugel legen. Dann legten sie die Kugel in eine Schachtel und bewegten diese. Es war schön zu beobachten, wie die Kinder bemerkten, dass die Murmel die Christbaumkugel einfärbt und mit welcher Freude sie mit der Kugel spielten.

Am 22. Dezember feierten wir im Kindergarten Weihnachten. Wir trafen uns mit der zweiten Mehrfachtherapeutischen Gruppe und setzten uns in einen Kreis im Therapieraum der KM2. Wir teilten Orff-Instrumente aus und sangen die ersten Weihnachtslieder. Im Anschluss spielten wir mit den Kindern ein kleines Gruppenspiel über die Geburt Jesu in Bethlehem. Im Gruppenraum klingelte die Glocke vom Christkind. Unter dem Baum lagen Geschenke für beide Gruppen. Bevor die Bescherung begann und alle Kinder gemeinsam die Geschenke öffnen konnten, sangen wir die Lieder noch einmal. Nach der Bescherung verabschiedeten wir uns von der KM2 und gingen zurück in unseren Gruppenraum. Hier konnten die Kinder die neuen Spielsachen ausprobieren und wir ließen den schönen Tag gemeinsam in Ruhe ausklingen.

 

 

3. Monat: November 2021 - Licht und Dunkelheit

Wir starteten in den November mit dem Thema Licht und Dunkelheit. Dabei entdeckten die Kinder meiner Gruppe alle Facetten der Dunkelheit und des Lichtes. Bei unterschiedlichen Aktivitäten im visuellen Bereich konnten die Kinder mit unterschiedlichen Farben experimentieren und Dinge in der Dunkelheit entdecken, die mit Licht beleuchtet wurden.

Den Kindern wurden Klanggeschichten und verschiedene Geräusche vorgespielt, mit dem Versuch ihnen Licht akustisch darzustellen. Licht kann man sogar fühlen und spüren. Für Kinder mit Beeinträchtigungen ist es besonders wichtig, die Welt über die Kinästhetik (Bewegungsempfindung) wahrzunehmen. Dabei spürten sie weiche weiße Stoffe, harte dunkle Stoffe und warme sowie kalte Gegenstände, um so die Unterschiedlichkeit von Licht und Dunkelheit zu erfahren. Künstlerisch erlebten die Kinder hell und dunkel mit Fingermalfarben, die auf ein weißes Papier gegeben wurden. Um das Papier wurde Frischhaltefolie gewickelt. Dies sprach die Sinne der Kinder und ihre Kreativität an.

Das St. Martinsfest wurde auf geschickte Weise mit unserem Thema verknüpft. Wir lernten unterschiedliche Lieder und die Geschichte von Sankt Martin kennen. Bei der Geschichte wurden akustische Elemente eingebaut, sodass die Kinder bei den richtigen Stellen der Geschichte reagieren und mitwirken konnten. Zum Beispiel hörten die Kinder ein Pferd wiehern, als das Pferd des römischen Soldaten Martin erwähnt wurde. Das Fest feierten wir gemeinsam mit der Gruppe KM 2. Wir trafen uns dabei im Gruppenraum und setzten alle Kinder in einen Kreis. Die Kinder konnten die Geschichte durchleben, indem sie sich passend verkleideten und die Geschichte spielten, während sie erzählt wurde. Beim gegenseitigen Teilen der Hörnchen wurde der Kern der Geschichte vermittelt. Im Anschluss sangen wir die Martinslieder, die wir vorher einstudiert hatten. Währenddessen konnten die Kinder das Gefühl von Zusammengehörigkeit und Zusammenhalt erleben, indem sie durch eine lange Lichterkette verbunden waren. Jedes einzelne Kind brachte so Licht ins Dunkle.

Im Gruppenalltag wurden durch die Physiotherapeutin und der Konduktiv-Fachkraft verschiedene therapeutische Aktivitäten und Konduktiv-Programme durchgeführt. Dabei wird immer auf die Individualität der Kinder geachtet und die Ziele werden im Blick behalten. Die Aktivitäten richteten sich nach unserem derzeitigen Thema Licht und Dunkelheit und griffen die einzelnen Themenbereiche immer wieder auf. Dadurch entsteht eine kognitive Verknüpfung mit dem Thema. Durch die Wiederholung verfestigen sich die Handlungsschritte im Ablauf des Therapiealltags.

Am 26.11. war unser Tag des Kuchens. Zudem hatte unsere FSJ Praktikantin Geburtstag, also backten wir mit den Kindern leckere Muffins mit einem Schokokern.

 

 

2. Monat: Oktober 2021 - Herbst in Wien

Die Kinder meiner Gruppe beschäftigten sich im Oktober mit dem Thema Herbst. In den ersten Tagen sammelten wir Herbstmaterialien. Sie lernten wie sich Blätter, Kastanien und Walnüsse anfühlen, riechen, anhören und sogar schmecken, indem sie die sauberen Kastanien mit dem Mund gezielt erkunden durften. Diese Aktivitäten förderten bei den Kindern die Kinästhetik, die Feinmotorik und ihre Wahrnehmungsfähigkeit.

Mit den gesammelten Blättern wurde in der zweiten Hälfte der Woche Blätterdruck durchgeführt. Die Kinder hatten erst die Möglichkeit mit der Fingerfarbe und den Blättern zu spielen, um experimentell die Eigenschaften und Fähigkeiten der Materialien herauszufinden. Einige Kinder konnten den Druck aktiv durchführen, die anderen aufgrund ihrer basalen Beeinträchtigungen nur passiv. Zusammen mit den Kolleginnen meiner Gruppe unterstützte ich jedes Kind individuell bei seinen Tätigkeiten. Das fertige Arbeitsblatt hefteten wir im Anschluss in die Portfoliomappen der Kinder.

Am Dienstag, in der zweiten Oktoberwoche, streikten alle Fachkräfte und Assistenten der Privaten Einrichtungsträger in Wien. Es war meine erste Demonstration, an der ich teilgenommen habe, und ich war gespannt, welche Erfahrungen und Erlebnisse ich machen würde und welche Stimmung und Emotionen ich während der Versammlung spüren würde. Des Weitern fragte ich mich welche Auswirkung dieser Streik auf die Politik und die Arbeit des Personals in Sozialen Bildungseinrichtungen haben wird.

 

Die Forderungen der Versammelten für alle Pädagogen, Erzieher, Assistent:innen und anderweitigen Fachkräfte, die im Bildungsbereich arbeiten, waren ein besserer Betreuungsschlüssel, um individueller auf das Kind eingehen zu können und das Personal zu entlasten. Eine weitere Forderung war mehr Fachpersonal auszubilden, um professionelles Arbeiten zu ermöglichen. Außerdem eine Anhebung der Löhne und Gehälter als Anerkennung der Arbeit, mehr Vorbereitungszeit, um gute pädagogische Arbeit leisten zu können und gleiche Förderbedingungen für jedes Kind, denn jedes Kind ist gleich viel wert.

 

Das Personal meiner Einrichtung traf sich um 9:00 Uhr an der U-Bahn- Station Schottentor. Wir unterhielten uns über die bevorstehende Demonstration und stimmten uns darauf ein. Im Anschluss wurden Schilder und Pfeifen ausgeteilt und wir machten uns auf dem Weg zu der Versammlung. Dort schlossen wir uns weiteren Demonstrant:innen an und tauschten unsere Meinungen aus. Die Versammlung startete um 10:00 Uhr. Es kamen verschiedene Redner aus unterschiedlichen Bereichen auf die Bühne. Laut Veranstalter sollen bei der Demonstration ca. 5.000 Interessierte für bessere Bedingungen im Pädagogischen Arbeitsfeld gekämpft haben.

 

Äpfel, Nüsse und Getreide sind die saisonalen Zutaten, aus denen wir gemeinsam Palatschinken backten. Das ist ein dünner, landestypischer Pfannkuchen mit verschiedenen Füllungen je nach Wunsch. Für die Zutaten mussten wir erst einkaufen gehen.

Dabei wurden den Kindern lebenspraktische Kompetenzen vermittelt. Wir lernten die Zutaten kennen und begleiteten dies mit einem Lied. Für die Zubereitung bekam jedes Kind eine passende Aufgabe. Zum Anrühren des Teiges wurden die Zutaten in Montessori-Schüttbechern von den Kindern in die Schüssel gekippt. Die Rührbewegung führte jedes Kind mit individueller Unterstützung aus. Der Teig wurde nun von den Kindern in die Pfanne gegeben und von mir am Herd herausgebacken.

Für die Füllung wurden Äpfel geschnitten und mit Zucker karamellisiert. Außerdem wurden Nüsse zerkleinert und zusammen mit Schokolade geschmolzen. Dazu wurden noch Bananen geschnitten. Alle Kinder konnten sich daran beteiligen und zeigten große Freude am Zubereiten der Palatschinken. Ein Kind, welches nur Milch zu sich nimmt, weil es anderweitige Nahrung verweigert, hat sogar zum ersten Mal aktiv den Löffel mehrfach in den Mund genommen und den selbstgemachten Palatschinkenbrei geschmeckt. Dies war ein Riesenfortschritt für das Kind.

Auf der Dachterrasse genossen wir die letzten sonnigen Oktobertage. Wir spielten Tischtennis, nutzten den Spielplatz zum Klettern und rutschen und musizierten gemeinsam.

 

Sie dürfen auf meinen nächsten Bericht gespannt sein! Es ist schön, dass Sie hier wieder vorbeischauen und mich auf diese Weise durch mein Auslandspraktikum begleiten!

 

 

1. Monat: September 2021 - meine ersten Erfahrungen

Drei Tage vor Arbeitsbeginn startete ich in Marktredwitz mit dem Zug - meine Reise nach Wien begann. Ich reiste mit leichtem Gepäck. Meine Eltern fuhren eine Woche später mit dem Auto nach und brachten meine kompletten Umzugskartons nach Wien.

 

 

 

In Wien bewohne ich ein Studentenzimmer nahe des Westbahnhofs – meine Unterkunft während des Praxisjahres. Das Studentenheim liegt ziemlich zentral, ca. 15 Minuten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln von meiner Praktikumsstelle entfernt. Der Westbahnhof ist durch die U3 und U6 gut an das Verkehrsnetz angebunden.

Ich nutzte die ersten drei Tage, um in Wien gedanklich anzukommen. In dieser Zeit besichtigte ich einige Sehenswürdigkeiten. So konnte ich mich vor Arbeitsbeginn in der Großstadt etwas einleben. Ich hatte in den vergangenen Jahren bereits zwei Praktika in Wien absolvieren können. Deshalb waren mir sowohl die Stadt als auch die Einrichtung „Institut Keil“ schon vertraut.

 

 

Die ersten Tage im Institut waren sehr hektisch, da die komplette Schule an einen neuen Standort umgezogen ist. Das brachte den Gruppenalltag durcheinander. Ich half bei dem Umzug tatkräftig mit und lernte so das komplette Team der gesamten Einrichtung besser kennen.

Ich bereitete eine kleine Jause (Brotzeit) für das Team vor, um mich vorzustellen und allen den Umzug zu erleichtern.

 

 

Meine Einrichtung arbeitet mit konduktiv mehrfachtherapeutischem Ansatz, Montessoripädagogik und Integrationsgedanken. In meiner Gruppe sind derzeit 8 Kinder, sowohl mit körperlicher als auch mit geistigen Beeinträchtigungen.

Das Team meiner Gruppe wurde neu zusammengestellt. Ein gegenseitiges Kennenlernen war nötig, um den Gruppenalltag neu zu gestalten. Die erste Zeit beschäftigten wir uns mit der Eingewöhnung der 4 neuen Kinder unsere Gruppe.

 

 

Auf der Dachterrasse der Eirichtung genossen wir die letzten hochsommerlichen Tage und spielten mit den Kindern aus den Integrationsklassen Fußball oder Fangen.

 

 

Ich freue mich sehr auf das kommende Jahr im Institut Keil in Wien, um viele Erfahrungen zu sammeln und mein Studium zum Erzieher erfolgreich abzuschließen.

  

Matthias E. (FakS3) aus Wien

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